Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land

Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!

Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen! 

                                    Eduard Mörike

O Sommerfrühe blau und hold!
Es trieft der Wald von Sonnengold,
in Blumen steht die Wiese;
die Rosen blühen rot und weiß,
und durch die Fluren wandelt leis,
ein Hauch vom Paradise.

Emanuel Geibel

Der Winter seinen Einzug hält
und durch das Tal spaziert.
Mit Flockentanz, der uns gefällt
er weiß das Land verziert.

Doch Frost ist´s der nun hier regiert,
die Seen sind zugefroren.
Der Wind sich eiskalt präsentiert,
pfeift heulend um die Ohren.

In dieser kalten Jahreszeit
Natur sich ungeniert
zur Ruhe legt, im weißen Kleid,
bis Frühling einmarschiert.

Anita Menger

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